

Pressemitteilung bifa-Umweltinstitut
Pressemitteilung StMUG
IPP-Anwender sehen im Instrument der Integrierten Produktpolitik insbesondere mittel- und langfristig erhebliches Potenzial – gleichzeitig ist die Zahl der bayerischen Betriebe, die IPP einsetzen, nach wie vor eher gering. Bisher ist jedoch nur wenig über die Barrieren bekannt, die einem IPP-Einsatz in Unternehmen entgegen stehen und wie diese Barrieren überwunden werden können.
Unternehmen, die mit Integrierter Produktpolitik vertraut sind, sehen in IPP ein Instrument mit beträchtlichem ökologischen und ökonomischen Potenzial. Um einer größeren Zahl von Unternehmen diese Chancen und Möglichkeiten der IPP aufzuzeigen, veranlasste das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (StMUGV) die Erstellung eines IPP-Schulungskonzepts. Es wurde in drei Testläufen mit bayerischen Unternehmen erprobt und fortentwickelt.
Pressemitteilung bifa Umweltinstitut
Im Rahmen des Umweltpakts Bayern haben sich der Verband Bayerischer Papierfabriken und bayerische Staatsregierung entschlossen, in einem Kooperartionsprojekt die Wertschöpfungskette "Forst - Holz/Altpapier - Papier - Papierprodukte" nachhaltig weiterzuentwickeln. Mithilfe der Ökoeffizienzanalyse von Stoffströmen der Papierindustrie und Ableitung von Optimierungsansätzen für die Wertschöpfungskette Papier wurde im Teil 1 dieses Projekts der Umgang mit Reststoffen untersucht.
Pressemitteilung bifa Umweltinstitut
In acht Teilprojekten wurden gemeinsam mit 18 Unternehmen und der Stadt Landsberg am Lech ausgewählte IPP-Leitfäden des StMUGV in der unternehmerischen Praxis eingesetzt und auf ihren Nutzen analysiert. Es war das Ziel, mögliche Verbesserungspotenziale für künftige Leitfäden für noch mehr Anwenderfreundlichkeit und Praxistauglichkeit zu ermitteln. In das Projekt wurden insbesondere Partner aus der Wirtschaft eingebunden, die bisher wenig oder nicht mit dem Thema IPP befasst waren ("IPP-Unkundige" aber gleichwohl "IPP-Interessierte").
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Durch den kombinierten Einsatz von für diesen Zweck entwickelten Softwareapplikationen und der Methodik der Ökobilanzierung wurde ein Instrumentarium zur Bewertung und Steuerung von Sanierungsmaßnahmen entwickelt und in der Praxis erprobt. Ziel war die konsequente Ausschöpfung der im Baubereich liegenden enormen ökologischen und ökonomischen Optimierungspotenziale. Dazu wurden Entscheidungshilfen und Werkzeuge auf der Basis der praktischen Erfahrungen des Projekts zur Verfügung gestellt.
Pflege und Nutzung des Gebäudebestandes gewinnt für eine nachhaltige Entwicklung weiter an Bedeutung. Entsprechend verlagern sich die Aufgaben der Baubranche zunehmend auf die Gebäudesanierung. Über die Weitergabe der Projektergebnisse an interessierte Kreise und die Implementierung ökologie- und ressourcenorientierter Bewertungsvorgänge im Bauwesen sollen einerseits Optimierungspotenziale im Kosten-/Nutzenverhältnis erschlossen werden. Andererseits wollen die Projektbeteiligten zur langfristigen umweltgerechten Ausbildung des Gebäudebestandes beitragen.
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In der Vergangenheit waren umweltpolitische Maßnahmen vor allem auf die Betrachtung umweltschädlicher Substanzen und Produktionsprozesse sowie deren Folgewirkungen ausgerichtet. Mit dem IPP-Ansatz wird verstärkt Augenmerk auf die kontinuierliche Verringerung von Umweltauswirkungen durch Produkte und zugehörige Dienstleistungen gelegt.
Ziel der IPP ist die Reduzierung der kumulierten Umweltauswirkungen entlang des Lebenswegs eines Produkts. Hierzu reichen Teilbetrachtungen im Verantwortungsbereich einzelner Akteure nicht mehr aus - erforderlich ist die Gesamtbetrachtung des Produktlebensweges. Es kommt darauf an, das Zusammenspiel aller am Produkt Beteiligten zu optimieren. Kommunikation und Kooperation zwischen den Akteuren sind dabei zwingende Voraussetzungen.
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Bislang richteten umweltpolitische Maßnahmen ihren Fokus vor allem auf die Betrachtung umweltschädlicher Substanzen und Produktionsprozesse. Das Ziel der IPP ist vielmehr die Reduzierung der kumulierten Umweltauswirkungen entlang des Lebenswegs eines Produkt(systems). Dazu reichen Teilbetrachtungen im Verantwortungsbereich einzelner Akteure nicht aus. Erforderlich ist die Gesamtbetrachtung, um das Zusammenspiel aller am Produkt Beteiligten zu optimieren. Dabei sind Kommunikation und Kooperation zwingende Voraussetzungen.

Am laufenden Industrieprojekt der Ausstattung des Automobil-Innenraums werden die großen Einsparungspotenziale durch den Einsatz von IPP aufgezeigt. Der Abgleich des bis heute üblichen Verfahrens des Baus von Prototypen und des Einsatzes von Verbundwerkstoffen wird ersetzt durch computergesteuerte Simulation und die gemeinsame Entwicklung neuer Werkstoffe mit Partnern.
Umfangreiche Variantenuntersuchungen ersetzen den aufwendigen, bisher üblichen Prototypenbau. Formteile werden computergesteuert modelliert und optimiert. Durch computergestützte Simulation können große Einsparungspotenziale erschlossen werden.
Rechnergestützte Simulation von Formteilen zielt auf die stetige Verbesserung von Produkten und eine optimierte Ausschöpfung der in ihnen angelegten Einsparpotenziale ab. IPP setzt hier an der Integration aller Umweltschutzziele entlang des Produktlebensweges vom Fahrgeräusch bis hin zum Recycling von Materialien an.

Ein Netzwerk aus Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft entwickelte in enger Kooperation und Abstimmung einen neuen Prototypen eines serienreifen Staubsaugers. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Werkzeuge wurden direkt und in einem sehr frühen Stadium eingesetzt. Neben dem technischen Know-how der interdisziplinären Institute kam der Industrie auch ein erheblicher Zeitvorteil zu Gute.
Zielgruppe des Projekte ist die mittelständische Industrie. Anhand des im Allgemeinen als ausgereift geltenden Massenprodukts Staubsauger sollen die Vorteile von IPP-gerechtem Handeln aufgezeigt und bewiesen werden, dass IPP neue Entwicklungspotenziale eröffnet.
Das Projekt dient der Ausarbeitung einer allgemein gültigen Vorgehensweise für IPP-gerechtes Handeln, die übergreifend auf alle Branchen übertragbar ist. Entsprechend den IPP-Prinzipien werden in Kooperation mit dem Handel Aspekte für eine erfolgreiche Markteinführung berücksichtigt.

Im Zentrum des Projektes steht die Überprüfung und Anpassung von Marketingstrategien und -instrumenten nach IPP-Kriterien. Ziel ist die Entwicklung von übertragbaren Marketingkonzepten für IPP-gerechte Produkte und Dienstleistungen. Die beteiligten Unternehmen im Pilotprojekt identifizieren die Eckpunkte ihres Absatzsystemes im Hinblick auf IPP und übertragen die gefundenen Lösungen. Die Arbeiten werden laufend von einer Expertenrunde begleitet, die abschließende Analyse fließt in eine Praxishilfe für IPP-Marketingkonzepte ein.

Managementsysteme sind in der Praxis als wirkungsvolles Instrumentarium zur Umsetzung von Strategien anerkannt. Zur schnellen Verbreitung von IPP in der bayerischen Wirtschaft wird im Projekt ein Konzept zur Integration von IPP in bestehende erfolgreiche Managementsysteme entwickelt. Prozesse und Strukturen, an denen IPP-relevante Schlüsselentscheidungen fallen, werden in etablierten Managementsystemen identifiziert und daraus Implementierungsstrategien mit dem Ziel abgeleitet, unterschiedliche Perspektiven zwischen Groß- und mittelständischen Unternehmen zu berücksichtigen.
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Die gleichberechtigte Betrachtung ökologischer und ökonomischer Aspekte stellt ein zentrales Element der IPP dar. Die Praxishilfe beschreibt am Beispiel unterschiedlicher Transportkonservierungen für PKW den Einsatz von Ökoeffizienzanalysen - kombinierte ökologische und ökonomische Bewertungen als Instrument der IPP sowie die Chancen und Grenzen dieser Methode.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass komplexe Hochtechnologieprodukte weit über die primäre Nutzungsphase hinaus Leistung erbringen können, ging SiemensMed mit der FAU Erlangen-Nürnberg und zwei mittelständischen Partnern eine Kooperation zur Wiederaufbereitung und Wiederverwendung medizinischer Diagnosesysteme ein.
Das Projekt rückt das Thema Wiederververwendung und -verwertung in den Mittelpunkt der Betrachtung. IPP erschließt neue Möglichkeiten der Abfallvermeidung und Wiederverwertung durch systematisch angelegte Aufarbeitung medizinischer Hochtechnologie. Ziel ist die Sicherstellung der globalen Versorgung mit qualitativ hochwertigen Diagnosegeräten.
IPP eröffnet neue Potenziale zur Vermeidung von Umweltbeeinträchtigungen und zur Ressourcenschonung bei der Produktion von medizinischen Diagnosesystemen. Wissenschaftliches Methodenwissen sowie informationstechnologisches und medizintechnisches Know-how aus der Praxis ermöglichen im Verbund das Projekt.
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Da gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine gemeinsame Produktplanung und -gestaltung mit Partnern besonders große Einsparungspotenziale birgt und gleichzeitig eine Lösung für das Problem der relativ geringen zeitlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten bietet, sind die KMU der richtige Adressat der Idee IPP. An drei Beispielen aus der Praxis drei mittelständischer Unternehmen untersuchte das Pilotprojekt die Anwendbarkeit von IPP in KMU.
Allgemeine Methoden, Hilfsmittel und Daten zur IPP-gerechten Produktgestaltung werden in der konkreten Anwendung in KMU in enger Kooperation mit den Partnern analysiert, verglichen und bewertet. Die wesentlichen Ergebnisse sind in einem Leitfaden zusammengefasst. Ziel ist die Entwicklung adäquater Methoden und Vorgehensweisen für IPP für die speziellen strukturellen Bedingungen der KMU wie knappe personelle und zeitliche Ressourcen.
Das Netzwerk Coup 21 - Nachhaltiges Wirtschaften in Nürnberger Unternehmen entwickelte einen Leitfaden, der die praktischen Notwendigkeiten eines geschlossenen ökologischen Lebenszyklusses für ein Unternehmen aufzeigt. "Aus der Praxis für die Praxis" fasst er wichtige Fragestellungen bei der Optimierung des betrieblichen Produktportfolios zusammen. Ziel des Leitfadens ist es, eine erste Richtschnur und Handlungsanleitung für geschlossene Materialkreisläufe entlang der Produktlebenslinie vorzugeben, die in Eigeninitiative in einem zweiten Schritt für einzelne Unternehmen konkretisiert werden kann.

Aus der Praxis, für die Praxis. Das Pilotprojekt Automobil setzt bewusst an einem allgemein bekannten und gleichzeitig hochkomplexen Beispiel der deutschen industriellen Produktion an, um typische IPP-Handlungsabläufe zum heutigen Stand darzustellen. Das Hauptinteresse des Projekts liegt auf der Erschließung von Innovations- und Einsparungspotenzialen durch enge Kooperation und Koordination unter den Akteuren. Die punktuellen Maßnahmen der einzelnen Akteure werden vernetzt und weiter entwickelt.
Ergebnis dieser Status-quo-Analyse ist ein Leitfaden, der die wesentlichen Ergebnisse des konkreten Projekts zusammenfasst; zugleich stellt die Automobilbranche übergreifend wertvolle Erfahrungen aus der Praxis auch für andere Bereiche bereit.