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SFM Bauwerke

Grafik zum Stoffflussmanagement
 
Unsere Gebäude speichern enorme Mengen an Baustoffen. Der Großteil der Bauwerke besteht aus mineralischen Rohstoffen oder aus Baustoffen, die solche enthalten. Die dabei bewegten Stoffflüsse sind gewaltig. Allein in Bayern werden jährlich rd. 135 Millionen Tonnen Sand, Kies, Lehm, Ton, Beton, Ziegel und andere Baustoffe abgebaut, hergestellt, transportiert und/oder verbaut. Die jährlich in den Bausektor fließenden und verbauten Stoffströme übersteigen die im gleichen Zeitraum entstehenden mineralischen Reststoffe aus Bau, Sanierung und Abriss erheblich. Der Input ist rund zehn Mal höher als der Output. Damit haben Bauwerke neben ihren verschiedenartigen Nutzfunktionen auch den Charakter eines beachtlichen Rohstofflagers.

Der Nutzen
 
SFM hilft Kosten im Unternehmen zu sparen und die Umwelt zu entlasten. SFM analysiert Stoff- und Energieflüsse innerhalb des Unternehmens und liefert Ansatzpunkte für Verbesserungen. Unternehmen mit einem UMS können an bestehende Strukturen und Abläufe anknüpfen. Da SFM gerade für KMU sehr aufwendig sein kann, bietet die Praxishilfe für sie einen einfachen Einstieg in SFM und unterstützt seine Einführung.
 
Das Projekt
 
Der Forschungsverbund "Stoffflussmanagement Bauwerke" untersuchte in zehn Einzelvorhaben die Thematik "Nachhaltigkeit im Bauwesen". In dem vom Bayerischen Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz geförderten Projekt wurden Methoden und Entscheidungshilfen für die Planung, die Nutzung und den Rückbau von Bauwerken entwickelt und in der Praxis erfolgreich umgesetzt.
Das Hauptaugenmerk lag auf Ressourcenschonung, Planungseffizienz, nachhaltigem Baustoffeinsatz und Abfallvermeidung. Die Ergebnisse, die interdisziplinär an der TU München sowie der Universität der Bundeswehr München in Kooperation mit der Bauwirtschaft erarbeitet wurden, stehen der Baubranche in einem praktischen Leitfaden zur Verfügung. Es enthält die wesentlichen Ergebnisse der zehn Einzelprojekte, ergänzt um Hintergrundinformationen.
 
Die Motivation
 
Wie können Bauwerke herstellt und erhalten werden, die Bauabfälle vermeiden und Ressourcen schonen, in ihren Nutzungsmöglichkeiten flexibel sind und Umweltbelastungen möglichst vermeiden? Auch müssen die Bauwerke ökonomisch optimiert und wirtschaftlich zu betreiben sein sowie angenehme Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten. Damit all diese Anforderungen erfüllbar sind, bedarf es neuer oder angepasster Instrumente und Methoden. Meist sind diese zwar schon vorhanden, aber die ganzheitliche Betrachtung der Stoff- und Energieflüsse am Bau öffnet einen neuen Blick auf die wie selbstverständlich genutzten Räume.
 
Das Ergebnis
 
Das Verbundprojekt "SFM Bauwerke" wird mit einem praktisch anwendbaren Leitfaden "Nachhaltigkeitsaspekte bei Neu- und Bestandsbauten" abgeschlossen. In dieser Broschüre werden Methoden und Handlungsanweisungen aufgezeigt, die es ermöglichen, funktional flexible, Ressourcen schonende, die Umwelt nicht belastende, langlebige und baureststoffvermeidende Bauwerke zu planen, zu bauen und zu betreiben. Besonders Planer, Bauherrn und Architekten können die aufgeführten Handlungshinweise, Planungswerkzeuge sowie externe Quellen dazu nutzen, den Gedanken der Nachhaltigkeit im Bauwesen stärker zu berücksichtigen. Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter www.sfm-bauwerke.de