

Aus der Praxis, für die Praxis. Das Pilotprojekt Automobil setzt bewusst an einem allgemein bekannten und gleichzeitig hochkomplexen Beispiel der deutschen industriellen Produktion an, um typische IPP-Handlungsabläufe zum heutigen Stand darzustellen. Das Hauptinteresse des Projekts liegt auf der Erschließung von Innovations- und Einsparungspotenzialen durch enge Kooperation und Koordination unter den Akteuren. Die punktuellen Maßnahmen der einzelnen Akteure werden vernetzt und weiter entwickelt.
Ergebnis dieser Status-quo-Analyse ist ein Leitfaden, der die wesentlichen Ergebnisse des konkreten Projekts zusammenfasst; zugleich stellt die Automobilbranche übergreifend wertvolle Erfahrungen aus der Praxis auch für andere Bereiche bereit.
Das Projekt
Im Pilotprojekt werden an einem allgemein bekannten, hochkomplexen Beispiel - dem Automobil – IPP-typische Strukturen und Handlungsweisen ermittelt und untersucht. In einem Leitfaden werden die Ergebnisse zusammengefasst und typische Abläufe, Tätigkeiten und Instrumente sowie Optimierungserfolge aus der betrieblichen Praxis dargestellt – von der Konstruktion über die Rohstoffgewinnung, die Herstellung von Einzelteilen, die Montage bis hin zur Nutzung und Entsorgung des Automobils. Der Leitfaden enthält auch eine Bestandsaufnahme des gesetzlichen Rahmens und relevanter Regelwerke mit Bezug zur IPP.
Der Nutzen
Der Leitfaden fasst die wesentlichen Ergebnisse des Pilotprojekts zusammen und gibt einen Überblick über IPP-typische Strukturen, Methoden und Instrumente. Die vorgestellten praxiserprobten Lösungen gehen aus laufenden IPP-Aktivitäten hervor und belegen die aktuelle Anwendung und Vorteile IPP-gerechten Handelns. Der Leitfaden soll auch andere Branchen bei der Umsetzung von IPP unterstützen und den Unternehmen eine konkrete Handlungshilfe bieten. Der Verbraucher erfährt an dem praxisnahen Beispiel des Automobils die Funktionsweise von IPP.
Die Motivation
Die Integrierte Produktpolitik ist ein wesentlicher Bestandteil des im Oktober 2000 zwischen Bayerischer Staatsregierung und bayerischer Wirtschaft fortgeschriebenen Umweltpakts Bayern "Nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert". Der darin vorgesehene Leitfaden soll die breite Anwendung und Diskussion von IPP anstoßen und fördern.
Mit dem gemeinsamen Projekt soll IPP-gerechtes Handeln erprobt werden. Dabei liegt das Hauptinteresse auf der Erschließung von Innovations- und Einsparpotenzialen, die sich aus der Anwendung der drei Leitprinzipien der IPP - Kommunikation, Kooperation und Integration - ergeben können.
Ziel ist es, die punktuellen Maßnahmen, die in der Verantwortung des einzelnen Akteurs liegen, zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Die Partner im IPP-Prozess wollen das Zusammenspiel Aller verbessern und Anforderungen, Wünsche, Bedürfnisse sowie ökonomische und ökologische Notwendigkeiten in jeder Phase einbeziehen. Sie sehen IPP als geeignet an, durch die Integration umweltbezogener Anforderungen bereits in der Phase der Produktentwicklung und über den gesamten Produktlebensweg Kosten einzusparen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen und dabei gleichzeitig dem Umweltschutz zu dienen.
Projektbeteiligte sind die AUDI AG, BMW AG, MAN Nutzfahrzeuge AG, Siemens AG, Südchemie AG und viele kleine und mittelständische Unternehmen sowie die IHK München und der ADAC Südbayern.
Das Ergebnis
Als Ergebnis des Pilotprojektes wurde ein Leitfaden erstellt, der die Erkenntnisse zusammenfasst und auf andere Projekte übertragbar macht. Der Leitfaden enthält weiterhin eine Bestandsaufnahme des gesetzlichen Rahmens und der relevanten Regelwerke mit Bezug zu IPP.