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IPP in kleinen und mittleren Unternehmen



Da gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine gemeinsame Produktplanung und -gestaltung mit Partnern besonders große Einsparungspotenziale birgt und gleichzeitig eine Lösung für das Problem der relativ geringen zeitlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten bietet, sind die KMU der richtige Adressat der Idee IPP. An drei Beispielen aus der Praxis drei mittelständischer Unternehmen untersuchte das Pilotprojekt die Anwendbarkeit von IPP in KMU.

Allgemeine Methoden, Hilfsmittel und Daten zur IPP-gerechten Produktgestaltung werden in der konkreten Anwendung in KMU in enger Kooperation mit den Partnern analysiert, verglichen und bewertet. Die wesentlichen Ergebnisse sind in einem Leitfaden zusammengefasst. Ziel ist die Entwicklung adäquater Methoden und Vorgehensweisen für IPP für die speziellen strukturellen Bedingungen der KMU wie knappe personelle und zeitliche Ressourcen.

Das Projekt

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden mit mehr als 90 % der Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Das Pilotprojekt rückt die speziellen Anforderungen für KMU in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Im Vorhaben werden Methoden zur umweltgerechten, nachhaltigen Produktgestaltung anhand konkreter Praxisbeispiele in KMU eingeführt und angewandt. Auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Instrumente ermöglichen mit vertretbarem Aufwand IPP-gerechtes Handeln - bereits in der entscheidenden Frühphase des Produktlebenswegs. Im Ergebnis stellt das Projekt umfassende und systematische Vorgehensweisen zur Verfügung. Damit können KMU wesentliche IPP-relevante Produkteigenschaften und Kriterien, wie zum Beispiel Energieverbrauch, Ressourcenschonung, Reparaturfreundlichkeit sowie Nutzungskonzepte und Entsorgungsfragen etc. berücksichtigen und von Anfang an in die Produktplanung integrieren.

Der Nutzen

Knappe zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen sind typische Rahmenbedingungen in KMU, die dem einzelnen Unternehmen eine intensive Beschäftigung mit zukünftigen Anforderungen erschweren. Das Pilotprojekt ermöglicht die gemeinsame Anwendung und Entwicklung geeigneter Methoden und Hilfsmittel für IPP speziell in KMU. Dazu stimmen sich Wirtschaftspartner und wissenschaftliche Begleitung eng ab. Die beteiligten Unternehmen Hans Huber AG, Knorr-Bremse AG sowie die Krones AG profitieren von der Anwendung der Methoden und Hilfsmittel auf ihre eigenen innovativen Neuentwicklungen. Diese befassen sich mit der Klärschlammentwässerung, Steuerung von Bremsen sowie Aufbereitung von PET-Recyclingmaterial. Die Technische Universität München kann ihre Konzepte auf praktische Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit auf die typischen Gegebenheiten in KMU studieren und einen Leitfaden aus der Praxis für die Praxis entwickeln.

Die Motivation

Allgemeine Methoden, Hilfsmittel und Daten zur IPP-gerechten Produktgestaltung werden in der konkreten Anwendung in KMU analysiert, verglichen und bewertet. In enger Kooperation mit den Partnern aus der Wirtschaft werden an Hand typischer, aktueller Problemstellungen und Beispielprodukte die spezifischen Stärken und Schwächen von Hilfsmitteln und Methoden in KMU ermittelt. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Prozesse der Produktplanung und –gestaltung.

In einem Leitfaden werden die wesentlichen Ergebnisse und Optimierungsvorschläge anschaulich dargestellt. Hinweise zur praktischen Anwendung in KMU werden gegeben. Die Beteiligten vermitteln praxiserprobte Erfahrungen und zeigen ökologisch sowie ökonomisch vorteilhafte Wege zur Nachahmung auf. Durch die konsequente Umsetzung können die KMU innerhalb der deutschen Wirtschaftsstruktur eine Vorreiterrolle bei der Verbreitung von IPP einnehmen.

Das Ergebnis

Zum Projektabschluss wurden die wesentlichen Ergebnisse in einem Leitfaden mit einem Baukasten und methodischer Unterstützung für die Anwendung von IPP in KMU zusammengefasst. Die Umsetzung von IPP in Entwicklungsvorhaben der drei beteiligten Pilotunternehmen wird in Fallstudien exemplarisch erläutert.