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Untersuchung und Optimierung energieeffizienter Antriebe

Die EuP-Richtlinie (2005/32/EG) zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung der Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte ist eine direkte Folge der Mitteilung der Kommission zu IPP. Sie bietet durch die Steigerung der Umweltverträglichkeit von Produkten bei gleichzeitiger Erhaltung ihrer Gebrauchsqualität Vorteile für Hersteller und Verbraucher. Die Elektrizitätsnachfrage ist die am schnellsten wachsende Kategorie des Endenergieverbrauchs und wird Prognosen zufolge in den nächsten 20 bis 30 Jahren weiter steigen, sofern keine Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Eine erhebliche Senkung des Energieverbrauchs und eine Steigerung der Energieeffizienz ist deshalb unumgänglich.

Etwa zwei Drittel des in der deutschen Industrie verbrauchten Stroms werden zum Antrieb von Elektromotoren benötigt. Die Modernisierung elektrischer Antriebe (energiebetriebener Produkte) in Maschinen und Anlagen könnte zu Energieeinsparungen von rd. 30 Prozent und somit zu jährlich rund 2 Mrd. € geringeren Energiekosten führen. Untersuchungen ergaben je nach Unternehmen und Anwendung individuelle Einsparpotentiale bis zu 50 Prozent.
 
Obwohl die Technik zur Verfügung steht und einschlägiges Informationsmaterial bereits vorliegt, erfolgt die Umrüstung aber insgesamt viel zu langsam. Intensive Gespräche mit Organisationen, Verbänden wie dem ZVEI und Wirtschaftsunternehmen ergaben, dass ein branchenübergreifender Leitfaden zur Untersuchung der Problematik sinnvoll ist. Er soll sowohl durch Praxisbeispiele die Potentiale energieeffizienter Antriebe darstellen und konkrete Vorgehensweisen empfehlen, aber auch die Barrieren und Hemmnisse aufzeigen, die einer Anwendung energiesparender Technik entgegenstehen.
 
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) führt deshalb ein Demonstrationsprojekt durch. Es sieht dieses Projekt und seine Ergebnisse für den Klimaschutz und die Klimaschutzinitiative der bayerischen Staatsregierung sowie die Wettbewerbssituation der bayerischen Wirtschaft als sehr dringlich an. Der Kernpunkt des Projekts ist neben der Untersuchung der eingesetzten elektrischen Antriebe die Erstellung eines branchenübergreifenden Leitfadens, der anschaulich anhand der Praxisbeispiele die Ergebnisse sowie die Vorgehensweise zur Optimierung der elektrischen Antriebe darstellt.